"Nichts ergibt einen Sinn. Ich weiß weder, wie ich hierherkomme, noch, warum ich hier bin. Diesem Ort, den Wänden, selbst dem Bett haftet der Gestank des Todes an. Er dringt in meinen Kopf und löscht meine Gedanken bis auf einen einzigen aus: Flieh oder stirb bei dem Versuch."
Erwacht aus alptraumhaftem Schlaf, der erste Anblick ein Gesicht
Aus dem die hasserfüllte Stimme meiner eigenen Verzweiflung spricht
"Dir bleibt nur noch ein Ausweg, um dem Wahnsinn zu entrinnen
Denn den Kampf gegen dich selbst kannst du niemals gewinnen"
Menschen, Ungeziefer, von mir verachtet
Ihr widert mich an, weil ihr geistig umnachtet
Sowie auch gänzlich sinnbefreit
In der von euch zerstörten Welt gedeiht
Ich reiße die Nadel aus meinem Arm
Mein Blut quillt hervor und mir wird warm
Süß und klebrig rinnt es über meine Hände
So stürme ich vorwärts und in mein Ende
Der Geruch des Todes eilt mir weit voraus
In diesem übergroßen Leichenhaus
Aus jeder Ecke dringt der Gestank
Ich hasse diesen Ort, er macht mich krank!
Das Unheil, das ihr stiftet, ist niemals abzuwenden
Drum wünsch ich mir nichts sehnlicher als euer Blut an weißen Wänden
Alles, was mir nun noch bleibt, mein Ziel ist euer Tod
Auf die Knie, verneigt euch-ICH BIN EIN GOTT!
So verteile ich nun ihr Blut an den Wänden
Ich bin nur noch hier, um mein Leben zu beenden
Eine sinnlose Schlacht gegen die Zeit
Auf der Suche nach Unendlichkeit
Das Blut rinnt wie Tinte die Wände herab
Weist mir den Weg zu meinem Grab
Auf dem ich mich selbst überwinde
Und zu wahrer Freiheit finde
Nicht einen werde ich verschonen, ob Mann, ob Frau, ob Kind
Das ist mir alles ganz egal, ich töte, weil sie Menschen sind
Mit einem Lächeln auf den Lippen weide ich euch aus
Das Leben ist ein Alptraum und niemand kommt lebend raus!
Ich schleppe mich auf allen Vieren
In eine Ecke, um dort zu krepieren
Nun fordert das Leben den letzten Preis
Es gibt kein Entrinnen, so schließt sich der Kreis
Mein letztes Ziel im Leben habe ich längst erreicht
Als der letzte Tropfen Blut aus meinen Adern weicht
Am Ende aller Qualen habe ich den Sieg errungen
Und von den Kehlen tausend Sterbender wird mein Totenlied gesungen:
So klebt nun ihr getrocknetes Blut an den Wänden
Des Daseins einzig Sinn und Zweck war stets, es zu beenden
Eine gewonnene Schlacht gegen die Zeit
Bringt mir nun die Unsterblichkeit
Das Blut rann wie Tinte die Wände herab
Wies mir den Weg zu meinem Grab
Auf dem ich mich selbst überwand
Und zu wahrer Freiheit fand
Son of the Morrigan, 5.-25.8.2009
A song about the events described in the story below, this one is about my thoughts in the hospital. I really wanted to kill everyone around me: for being stuck there, for being bored, for having difficulties getting vegetarian food and, above all, for existing. It was the worst thing that happened to me in the last 6 months and again, it strengthened my dark sides. I'm not likely to run down the street slaughtering people, but I would have no regrets about doing so. I lost so many things that made me human, and I'm glad about it in some way. Because I hate humans. Because I don't want to be human. But sometimes the price for losing humanity is too high...
Dienstag, 25. August 2009
Montag, 3. August 2009
31 Stunden Wahnsinn
Mittwochmorgen, gegen 7 Uhr
Ich wache auf. Scheiße-wo ist der Zug?
Wo bin ich?
Ich befinde mich in einem Gebäude mit seltsam weißen Wänden. Vermutlich ein Krankenhaus, aber das spielt jetzt keine Rolle. Ich muss hier raus. Sofort.
In meinem Arm steckt eine Nadel, und eine unerträglich gut gelaunte Krankenschwester erklärt mir was passiert ist. Alkoholvergiftung. Oder vielleicht auch nicht.
Wie auch immer, jedenfalls 1,1 Promille Alkohol im Blut und eine nicht definierbare Menge Dummheit im Kopf.
In diesem Moment bricht die Decke über mir zusammen.
In meinem Kopf höre ich zwei Stimmen: die meiner Freundin, die mir zuerst in gespielt vorwurfsvollem Ton sagt, was für ein Idiot ich doch bin, und mich dann anfleht, bloß nicht auf die zweite Stimme zu hören, die unterdessen versucht,mich dazu zu bewegen, die Krankenschwester anzuschreien, sie solle doch bitte die Flasche, aus der eine klare Flüssigkeit langsam in meinen Arm tropft, mit irgendetwas möglichst Giftigem füllen um diesem schlechten Witz endlich ein Ende zu bereiten.
Nach einer Weile schlafe ich wieder ein.
Vom erneuten Aufwachen an werde ich allmählich mit sämtlichen Zumutungen konfrontiert, die ein Krankenhaus zu bieten hat. Hunger habe ich zum Glück keinen, ansonsten würde ich wohl zuerst die Krankenschwester mit den auf meinem Teller befindlichen Fleischstücken bewerfen und dann mit der besten mir zur Verfügung stehenden Waffe-einem Holzstuhl-auf den Gang rennen und, lautstark vegetarisches Essen fordernd, Amok laufen.
Ich verwerfe diesen durchaus verlockenden Gedanken und schalte stattdessen die Glotze ein, um mich mit der Dummheit anderer Leute zu berieseln, in der Hoffnung, dass sie mich von meiner eigenen ablenkt.
Obowhl das Niveau des Programms in etwa dem einer durchschnittlichen Unterhaltung auf dem Pausenhof einer Hauptschule entspricht, habe ich jedes Mal, wenn jemand das Zimmer betritt (und erst recht dann, wenn diese Person es auch noch wagt, mich anzusprechen) den Drang, demjenigen den Kopf abzureißen und ihn gut sichtbar vor der Tür zu platzieren, als unmissverständliche Warnung für den nächsten, der mutig, ignorant oder einfach nur dumm genug ist, um mich zu stören. Ich sollte mir ein Schild um den Hals oder, noch besser, außen an die Tür hängen: "Ich spiele Killerspiele und könnte gleich ausrasten", "Ich hasse Menschen", "Du nervst, geh sterben" oder irgendetwas in der Art. Vielleicht würde man mich dann endlich in Ruhe lassen.
Gegen Abend steigt das Niveau des Fernsehprogramms auf ein sogar für mich fast erträgliches Level. Ich lache mich hirnlos kaputt über einen Film mit dem Titel "Dumm und dümmer", in dem zwei dauerbesoffene Idioten mit einem Kleinbus in Hundeform quer durch die USA fahren und dabei totales Chaos stiften. Meine Aggression flaut etwas ab, steigt jedoch sofort wieder, als ich mich gedanklich als Ergänzung zu den beiden Protagonisten sehe, mit großen goldenen Lettern auf meiner Stirn: "AM DÜMMSTEN". Wobei das der Situation wohl nicht einmal ansatzweise gerecht werden würde.
Nach dem Film-den ich unter normalen Umständen wohl sogar als gut bezeichnet und genossen hätte-läuft eine Dokumentation über ein Gefängnis, in dem es-bis auf die Tatsache, dass ich in diesem Raum allein bin, zumindest die erste Tür nicht verschlossen ist und ich keine Handschellen trage (mir allerdings im Gegensatz zu Häftlingen das Tragen einer Hose verboten ist)-genause zuzugehen scheint wie an meinem momentanen Aufenthaltsort.
Als hätte sie nur darauf gewartet, meine Gedanken bestätigen zu dürfen, platzt erneut eine Schwester ins Zimmer und teilt mir mit, ich solle jetzt schlafen. Gedanklich schleudere ich ihr eine Antwort entgegen ("Ich schlaf, wenn mir danach ist, du Stück Scheiße, also hau ab und sei froh, dass ich geradee zu faul bin, um aufzustehen") doch da mir ohnehin langweilig ist, belasse ich es bei einem hasserfüllten Blick, schlage gegen den Lichtschalter und komme ihrer Bitte nach.
Donnerstag, ab 8 Uhr
Nach dem Frühstück bin ich zwar die gestrige Langeweile fürs erste los, dank einem recht interessanten Gespräch mit der Krankenhauspsychologin, die erstaunlich intelligent ist (bisher hatte ich angenommen, dass die nach mir intelligentesten Lebewesen in diesem Gebäude die im Keller lebenden Ratten seien) also manövriere ich sie geschickt vom lästigen Thema Alkoholmissbrauch weg zu interessanteren Themen, was in einer zweistündigen philosophischen Diskussion mündet.
Danach allerdings der befürchtete Kampf ums Essen. Bis auf den Kartoffelbrei scheint alles, aber auch wirklich alles, Fleisch zu enthalten. Nach einer zehnminütigen Beschwerde, während der ich immer wieder überlege, ob heißes Essen oder andere Gegenstände in meiner Reichweite eine geeignete Waffe für einen Amoklauf und/oder Fluchtversuch abgeben würden, gelingt es mir tatsächlich, eine halbwegs essbare vegetarische Mahlzeit aufzutreiben. Nach dem Essen eine weitere Stunde garantiert hirnfreier Berieselung.
Gegen 14 Uhr werde ich abgeholt. Nach 31 Stunden hat der Alptraum ein Ende. Ich hätte nicht gedacht, dass ich diesen Ort bei voller körperlicher und nur leicht angeschlagener geistiger Gesundheit wieder verlassen würde, doch der ewige Kampf mit mir selbst hält viele Überraschungen bereit-in diesem Fall ausnahmsweise eine positive.
Son of the Morrigan, 30.7.-4.8.2009
-english translation to come-
Download at:
http://www.file-upload.net/download-1805758/31-Stunden-Wahnsinn.wav.html
Ignore the crappy quality,it is just some shitty prerecording, I will upload the final version as soon as it's finished
Ich wache auf. Scheiße-wo ist der Zug?
Wo bin ich?
Ich befinde mich in einem Gebäude mit seltsam weißen Wänden. Vermutlich ein Krankenhaus, aber das spielt jetzt keine Rolle. Ich muss hier raus. Sofort.
In meinem Arm steckt eine Nadel, und eine unerträglich gut gelaunte Krankenschwester erklärt mir was passiert ist. Alkoholvergiftung. Oder vielleicht auch nicht.
Wie auch immer, jedenfalls 1,1 Promille Alkohol im Blut und eine nicht definierbare Menge Dummheit im Kopf.
In diesem Moment bricht die Decke über mir zusammen.
In meinem Kopf höre ich zwei Stimmen: die meiner Freundin, die mir zuerst in gespielt vorwurfsvollem Ton sagt, was für ein Idiot ich doch bin, und mich dann anfleht, bloß nicht auf die zweite Stimme zu hören, die unterdessen versucht,mich dazu zu bewegen, die Krankenschwester anzuschreien, sie solle doch bitte die Flasche, aus der eine klare Flüssigkeit langsam in meinen Arm tropft, mit irgendetwas möglichst Giftigem füllen um diesem schlechten Witz endlich ein Ende zu bereiten.
Nach einer Weile schlafe ich wieder ein.
Vom erneuten Aufwachen an werde ich allmählich mit sämtlichen Zumutungen konfrontiert, die ein Krankenhaus zu bieten hat. Hunger habe ich zum Glück keinen, ansonsten würde ich wohl zuerst die Krankenschwester mit den auf meinem Teller befindlichen Fleischstücken bewerfen und dann mit der besten mir zur Verfügung stehenden Waffe-einem Holzstuhl-auf den Gang rennen und, lautstark vegetarisches Essen fordernd, Amok laufen.
Ich verwerfe diesen durchaus verlockenden Gedanken und schalte stattdessen die Glotze ein, um mich mit der Dummheit anderer Leute zu berieseln, in der Hoffnung, dass sie mich von meiner eigenen ablenkt.
Obowhl das Niveau des Programms in etwa dem einer durchschnittlichen Unterhaltung auf dem Pausenhof einer Hauptschule entspricht, habe ich jedes Mal, wenn jemand das Zimmer betritt (und erst recht dann, wenn diese Person es auch noch wagt, mich anzusprechen) den Drang, demjenigen den Kopf abzureißen und ihn gut sichtbar vor der Tür zu platzieren, als unmissverständliche Warnung für den nächsten, der mutig, ignorant oder einfach nur dumm genug ist, um mich zu stören. Ich sollte mir ein Schild um den Hals oder, noch besser, außen an die Tür hängen: "Ich spiele Killerspiele und könnte gleich ausrasten", "Ich hasse Menschen", "Du nervst, geh sterben" oder irgendetwas in der Art. Vielleicht würde man mich dann endlich in Ruhe lassen.
Gegen Abend steigt das Niveau des Fernsehprogramms auf ein sogar für mich fast erträgliches Level. Ich lache mich hirnlos kaputt über einen Film mit dem Titel "Dumm und dümmer", in dem zwei dauerbesoffene Idioten mit einem Kleinbus in Hundeform quer durch die USA fahren und dabei totales Chaos stiften. Meine Aggression flaut etwas ab, steigt jedoch sofort wieder, als ich mich gedanklich als Ergänzung zu den beiden Protagonisten sehe, mit großen goldenen Lettern auf meiner Stirn: "AM DÜMMSTEN". Wobei das der Situation wohl nicht einmal ansatzweise gerecht werden würde.
Nach dem Film-den ich unter normalen Umständen wohl sogar als gut bezeichnet und genossen hätte-läuft eine Dokumentation über ein Gefängnis, in dem es-bis auf die Tatsache, dass ich in diesem Raum allein bin, zumindest die erste Tür nicht verschlossen ist und ich keine Handschellen trage (mir allerdings im Gegensatz zu Häftlingen das Tragen einer Hose verboten ist)-genause zuzugehen scheint wie an meinem momentanen Aufenthaltsort.
Als hätte sie nur darauf gewartet, meine Gedanken bestätigen zu dürfen, platzt erneut eine Schwester ins Zimmer und teilt mir mit, ich solle jetzt schlafen. Gedanklich schleudere ich ihr eine Antwort entgegen ("Ich schlaf, wenn mir danach ist, du Stück Scheiße, also hau ab und sei froh, dass ich geradee zu faul bin, um aufzustehen") doch da mir ohnehin langweilig ist, belasse ich es bei einem hasserfüllten Blick, schlage gegen den Lichtschalter und komme ihrer Bitte nach.
Donnerstag, ab 8 Uhr
Nach dem Frühstück bin ich zwar die gestrige Langeweile fürs erste los, dank einem recht interessanten Gespräch mit der Krankenhauspsychologin, die erstaunlich intelligent ist (bisher hatte ich angenommen, dass die nach mir intelligentesten Lebewesen in diesem Gebäude die im Keller lebenden Ratten seien) also manövriere ich sie geschickt vom lästigen Thema Alkoholmissbrauch weg zu interessanteren Themen, was in einer zweistündigen philosophischen Diskussion mündet.
Danach allerdings der befürchtete Kampf ums Essen. Bis auf den Kartoffelbrei scheint alles, aber auch wirklich alles, Fleisch zu enthalten. Nach einer zehnminütigen Beschwerde, während der ich immer wieder überlege, ob heißes Essen oder andere Gegenstände in meiner Reichweite eine geeignete Waffe für einen Amoklauf und/oder Fluchtversuch abgeben würden, gelingt es mir tatsächlich, eine halbwegs essbare vegetarische Mahlzeit aufzutreiben. Nach dem Essen eine weitere Stunde garantiert hirnfreier Berieselung.
Gegen 14 Uhr werde ich abgeholt. Nach 31 Stunden hat der Alptraum ein Ende. Ich hätte nicht gedacht, dass ich diesen Ort bei voller körperlicher und nur leicht angeschlagener geistiger Gesundheit wieder verlassen würde, doch der ewige Kampf mit mir selbst hält viele Überraschungen bereit-in diesem Fall ausnahmsweise eine positive.
Son of the Morrigan, 30.7.-4.8.2009
-english translation to come-
Download at:
http://www.file-upload.net/download-1805758/31-Stunden-Wahnsinn.wav.html
Ignore the crappy quality,it is just some shitty prerecording, I will upload the final version as soon as it's finished
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