Dienstag, 25. August 2009

Ihr Blut an den Wänden

"Nichts ergibt einen Sinn. Ich weiß weder, wie ich hierherkomme, noch, warum ich hier bin. Diesem Ort, den Wänden, selbst dem Bett haftet der Gestank des Todes an. Er dringt in meinen Kopf und löscht meine Gedanken bis auf einen einzigen aus: Flieh oder stirb bei dem Versuch."

Erwacht aus alptraumhaftem Schlaf, der erste Anblick ein Gesicht
Aus dem die hasserfüllte Stimme meiner eigenen Verzweiflung spricht
"Dir bleibt nur noch ein Ausweg, um dem Wahnsinn zu entrinnen
Denn den Kampf gegen dich selbst kannst du niemals gewinnen"

Menschen, Ungeziefer, von mir verachtet
Ihr widert mich an, weil ihr geistig umnachtet
Sowie auch gänzlich sinnbefreit
In der von euch zerstörten Welt gedeiht

Ich reiße die Nadel aus meinem Arm
Mein Blut quillt hervor und mir wird warm
Süß und klebrig rinnt es über meine Hände
So stürme ich vorwärts und in mein Ende

Der Geruch des Todes eilt mir weit voraus
In diesem übergroßen Leichenhaus
Aus jeder Ecke dringt der Gestank
Ich hasse diesen Ort, er macht mich krank!

Das Unheil, das ihr stiftet, ist niemals abzuwenden
Drum wünsch ich mir nichts sehnlicher als euer Blut an weißen Wänden
Alles, was mir nun noch bleibt, mein Ziel ist euer Tod
Auf die Knie, verneigt euch-ICH BIN EIN GOTT!

So verteile ich nun ihr Blut an den Wänden
Ich bin nur noch hier, um mein Leben zu beenden
Eine sinnlose Schlacht gegen die Zeit
Auf der Suche nach Unendlichkeit
Das Blut rinnt wie Tinte die Wände herab
Weist mir den Weg zu meinem Grab
Auf dem ich mich selbst überwinde
Und zu wahrer Freiheit finde

Nicht einen werde ich verschonen, ob Mann, ob Frau, ob Kind
Das ist mir alles ganz egal, ich töte, weil sie Menschen sind
Mit einem Lächeln auf den Lippen weide ich euch aus
Das Leben ist ein Alptraum und niemand kommt lebend raus!

Ich schleppe mich auf allen Vieren
In eine Ecke, um dort zu krepieren
Nun fordert das Leben den letzten Preis
Es gibt kein Entrinnen, so schließt sich der Kreis

Mein letztes Ziel im Leben habe ich längst erreicht
Als der letzte Tropfen Blut aus meinen Adern weicht
Am Ende aller Qualen habe ich den Sieg errungen
Und von den Kehlen tausend Sterbender wird mein Totenlied gesungen:

So klebt nun ihr getrocknetes Blut an den Wänden
Des Daseins einzig Sinn und Zweck war stets, es zu beenden
Eine gewonnene Schlacht gegen die Zeit
Bringt mir nun die Unsterblichkeit
Das Blut rann wie Tinte die Wände herab
Wies mir den Weg zu meinem Grab
Auf dem ich mich selbst überwand
Und zu wahrer Freiheit fand


Son of the Morrigan, 5.-25.8.2009

A song about the events described in the story below, this one is about my thoughts in the hospital. I really wanted to kill everyone around me: for being stuck there, for being bored, for having difficulties getting vegetarian food and, above all, for existing. It was the worst thing that happened to me in the last 6 months and again, it strengthened my dark sides. I'm not likely to run down the street slaughtering people, but I would have no regrets about doing so. I lost so many things that made me human, and I'm glad about it in some way. Because I hate humans. Because I don't want to be human. But sometimes the price for losing humanity is too high...

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