Mittwoch, 3. Februar 2010

Der Phönix

Die Wirklichkeit stürzt um mich ein
Noch leuchtet hell des Feuers Schein
Verbrennt die Augen und die Haut
Beschützt mich, bis der Morgen graut

Es frisst sich tief bis in mein Herz
Verbrennt die Angst und auch den Schmerz
In all der Zeit, der Kälte hier
Ist es schon lang ein Teil von mir

Ich habe meinen Weg erkannt
Er führt durch diese Flammenwand
Ich seh im Feuer dein Gesicht
Und widersetze mich ihm nicht

So umarme ich das Feuer
Dieses Dasein zu verstehn
Wie ein Phönix in den Flammen
Will ich brennen und vergehn

So oft schon wurde ich zerstört
Vom Feuer und vom Hass verzehrt
Doch was auch immer ich verlor
Stets war ich stärker als zuvor

Nun dringt das Feuer in mich ein
Frisst gierig sich durch Mark und Bein
Verschlingt die Seele und den Leib
Bis nichts als Asche übrigbleibt

Bis ans Ende aller Zeiten
Wird mein Weg stets weitergehn
Wie ein Phönix aus der Asche
Will ich heute auferstehn

Nach kalter Asche greift die Hand
Geht dennoch auf in Flammen
Und zerrt mich in die Glut hinab
Aus der wir alle stammen

So umarme ich das Feuer...

Bis ans Ende aller Zeiten...

Son of the Morrigan, 20.1.-2.2.2010

Due to recent events, the phoenix metaphor has become very important for me. I realised-without knowing why-I always stand up after falling to the ground, I have no idea where the strength for that comes from, why I am not utterly destroyed yet-which I should be. Under all the ashes, there are still embers...blazing stronger than before.

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